ACEM fordert Neuausrichtung der städtischen Mobilität durch L-Kategorie-Fahrzeuge
Die Zukunft der städtischen Mobilität liegt nach Ansicht des Herstellerverbands ACEM (Association des Constructeurs Européens de Motocycles) in einer gezielten Förderung von Leichtfahrzeugen. In einem aktuellen Positionspapier argumentiert der Verband für eine verstärkte Berücksichtigung der L-Kategorie-Fahrzeuge bei der Gestaltung urbaner Verkehrssysteme.
Wie ACEM mitteilt, bieten Fahrzeuge der L-Kategorie - dazu gehören Mopeds, Motorräder, Dreiräder und leichte Vierräder - erhebliche Vorteile für die Bewältigung städtischer Mobilitätsherausforderungen. Diese Fahrzeugkategorie zeichne sich durch geringen Platzbedarf, niedrige Emissionswerte und hohe Flexibilität im Stadtverkehr aus.
Der Verband betont nach eigenen Angaben, dass L-Kategorie-Fahrzeuge sowohl in ihrer herkömmlichen Verbrennungsmotor-Variante als auch in elektrischer Ausführung einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten können. Besonders bei der Elektrifizierung des Verkehrs sieht ACEM erhebliches Potenzial, da elektrische Zweiräder bereits heute technisch ausgereift und wirtschaftlich darstellbar seien.
Die Organisation fordert von politischen Entscheidungsträgern eine stärkere Einbindung dieser Fahrzeugkategorie in städtische Mobilitätsstrategien. Nach Angaben von ACEM mangele es derzeit an gezielten Fördermaßnahmen und infrastrukturellen Anpassungen, die das volle Potenzial von L-Kategorie-Fahrzeugen ausschöpfen könnten.
Wie der Verband weiter ausführt, könnten durch eine bessere Integration von Leichtfahrzeugen in multimodale Verkehrskonzepte sowohl Verkehrsstaus als auch Luftverschmutzung in Städten reduziert werden. Gleichzeitig würde die individuelle Mobilität der Bürger erhalten bleiben.
Fazit - Die Kernaussagen:
- ACEM sieht L-Kategorie-Fahrzeuge als Schlüsselelement für nachhaltige Stadtmobilität
- Leichtfahrzeuge bieten Vorteile durch geringen Platzbedarf und niedrige Emissionen
- Elektrische Varianten sind bereits technisch ausgereift und marktfähig
- Politik soll L-Kategorie-Fahrzeuge stärker in Mobilitätsstrategien einbinden
- Bessere Integration könnte Verkehrsprobleme und Luftverschmutzung reduzieren
- Multimodale Verkehrskonzepte mit Leichtfahrzeugen werden als Lösung propagiert